Mein Zauberwort Februar 2012

 

Gestern im Kino habe ich es  kaum glauben können. Nun geht die Titanic nochmal unter, nun kommt der Film aus 1997 nochmal auf die große Leinwand – in 3 D. Rose und Jack nehmen uns vermehrt mit in die Wassermassen, die durch die Gänge tosen, über die Treppen, durch die edlen Speisesäle, wir mit Brille, die zwangsweise ohne. Und wieder geht das teure Geschirr zu Bruch und wieder fliegen die Sicherungen raus auf dem großen Pott. Warum „ Titanic“ alle Kassen und Superlative sprengte, warum alle den Film des Jahrhunderts gesehen haben, war damals schon klar…weil bekanntermaßen die Welt untergehen würde und Titanic nahm das schon mal vorweg. Wir wiederholen. Der Untergang der Titanic wurde neun Mal verfilmt, James Camerons drehte die 10. Version, die aktuelle 3 D-Variante ist die 11. Schau der Katastrophe.

 

 

Und zum Stand der Dinge: uns soll nun bald  laut Kalender und übereinstimmender Daten das Boot „Erde“ um die Ohren fliegen. „Wird schon“… sagen die Experten, nachdem wir es so gut geübt haben, mit Kate auf der ungemütlichen Scholle gehockt sind und mit Leo mitgefröstelt haben bis zum kühlen Ende. Und jetzt dümpelt das nächste halbe Schiff, oder was von der Costa Concordia übrig geblieben ist, vor der unrühmlich berühmten Insel Giglio. Der Kapitän ist dahin, das Ansehen der italienischen Schifffahrt auch,  außergewöhnliche Touri-Bilder gibt es und somit die weitere Bestätigung für den Weltenuntergang in just diesem Zeit-Fenster. Und um dem noch einen draufzusetzen, vor hundert Jahren ist die echte Titanic untergegangen, genau gesagt am 14. April 1912.

Wie deppert und kurzsichtig von mir, dass ich gerade mein Dachgeschoss ausbaue und wir im Sommer den neuen Seminarraum in Betrieb nehmen, wo doch eh sehr bald alles zu Moderholz wird. Aber ich bin entschlossen, weiterhin und unverdrossen Holz zu kaufen für meine neuen Dielen, statt das angesagte Schlauchboot und Linsen in der Dose.

 

 

Was ich meine mit dieser Kolumne ist -  und was viele Menschen mich fragen und eben auch die Geistige Welt: geht nun die Welt unter, also so richtig unter?

Nun schlagt mich, wenn wir den 1. Januar 2013 im blühenden Algen-Meer feiern bei Seesternen und Muscheln, ausgestattet mit Sauerstoff-Flasche, oder leider nicht. Aber ich höre das nicht heraus aus den vielgeschätzten Worten der Geistigen Ebenen, die den Über- und Durchblick zu haben scheinen.

Ja, es ist Erneuerung, Veränderung, aber es ist ein Geistiger Wechsel, der nicht, jedenfalls nicht in erster Linie auf die Veränderung oder gar Zerstörung der Materie Erde abzielt. In dieser ganzen Inkarnation wurde uns gelehrt, Licht - Liebe als ein und eben das Grund-Prinzip anzuerkennen und just wo wir es gerade zu raffen beginnen und immer mehr Menschen den Weg gehen, landen wir im Kollektiv als Fischfutter im sich rasch vergrößernden Ozean.  Irgendwie kann mein Herz das nicht glauben, das da im Kinostuhl sitzt, mit mir und den Taco-Knackenden Mit-Guckern.

 

 

Dieser Planet ist das Auge Gottes, vielgeliebtes Werk der Liebe, der geschaute Planet von unendlich vielen Licht-Gestalten, die begleiten, behüten, ehren, wahren. Ich glaube, an uns, an dem inkarnierten Menschen ist es zu bewahren, zu halten, die Liebe zu halten und zu erhalten. Ich glaube an uns ist es, diesen Schneetag als das sehen, was er ist: die Feier des Kristalls, das wir anfassen, fühlen und bewundern dürfen. Ich persönlich glaube, wir haben Zeit und auch Zeit über dieses Jahr 2012 hinaus, unsere Wunden zu heilen und dann den Wundern dieser Heilung zu begegnen. Ich glaube, dass wir in diesem neuen Lieben sein dürfen und uns Zeit gegeben ist und wir auf der Bank sitzen werden, in der grünen Wiese in den April-Monaten der kommenden Jahre.

Aber wie gesagt, rügt mich, wenn es anders ist und ich an jenem 1. Januar 2013 bereue, keinen Tauchschein gemacht zu haben.

 

 

Ich wünsche uns allen einen schönen weiteren lichter-vollen Februar

und ein gutes Auftauchen aus der Eises-Zeit.

 

In der Liebe

Andrea                                                                                                                              Aschau  im Februar 2012

Das Zauberwort • Andrea Schirnack
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